Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Basecamp Antarktis – ein Feedback

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Die Gestaltung der Reise, das Reisekonzept haben uns ausgesprochen gut gefallen, es entsprach vollends unseren Erwartungen. Oder wie man es heute ausdrücken würde, einfach geil!

Die relativ geringe Größe des Schiffes (114 Passagierplätze) in Verbindung mit Basecamp-Angeboten wie Kajaken oder Bergsteigen ermöglicht es, dass alle Mitreisenden jeden Tag/vormittags und nachmittags von Bord gehen können, um mit den Zodiacs zwischen Eisbergen auf Entdeckung zu gehen, die Tierwelt zu erkunden, an Land eine Wanderung zu unternehmen oder die nächste Pinguin-Kolonie zu beobachten. Das Wetter hat mitgespielt, so dass jede/jeder, die/der es wollte, jede Aktivität einmal mitmachen konnte: tags Kajak und Bergsteigen, nachts Camping. Letzteres, d.h. eine Nacht im Schlafsack bei Schneefall unter freiem Himmel auf einer kleinen Insel an der antarktischen Halbinsel, war ein besonderes Erlebnis. Das Zodiac, das uns zum Schlafplatz gebracht hat, kehrte zurück zur Plancius, und diese fuhr noch ein Stück „um die Ecke“, so dass der Blick vollends frei ist auf Eisberge, Berge und Wasser …

Ob man in dieser Nacht zum Schlafen kommt, ist eigentlich völlig egal, es ist ein einmaliges Erlebnis. Und wenn man über diese Erkenntnis innerlich zur Ruhe gekommen ist, kann man auch ruhig schlafen. Neujahrsbaden bei Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunktes… Musste sein! Gestaunt haben nur die Pinguine.

Eine lockere Atmosphäre an Bord, kein schwarzer Anzug, keine festen Essensplätze sorgten allein schon dafür, dass man ständig mit anderen Mitreisenden ins Gespräch kam, aus Europa, Amerika, Australien. Von den 30igern bis ins hohe Rentenalter waren alle Altersgruppen dabei. 2 Mitreisende haben das Camping in der Antarktis zum Anlass genommen, um sich zu verloben, zwei andere haben auf Peterman Island ihr Eheversprechen wiederholt.

So bunt, wie die Passagiere war auch die Mannschaft an Bord „zusammengewürfelt“: Ein russischer Kapitän, eine ungarische Hotelchefin, ein deutscher Koch, eine kanadische Chefin des Expeditionsteams … Eine reibungslose Organisation des gesamten Lebens an Bord und eines anspruchsvollen und inhaltsreichen Vortrags- und Aktivätenprogramms sowie eine gute Versorgung haben uns erlebnisreiche Tage ermöglicht, die wir lange in Erinnerung behalten werden. Dafür der gesamten Crew der MS Plancius nochmals ein ganz großes Dankeschön! In 12 Tagen kommt man nicht bis zum Südpol. Was wir erlebt haben, war ein kleines Stück des Kontinents an der Antarktischen Halbinsel. Zum erwarteten Weiß kamen vielfältige Färbungen in Grün und Blautönen. Ein vielfältige Tierwelt, fast künstlerisch geformte Eisberge. Ein Stück Erde, das sich zu erhalten lohnt. Die Vernunft des Menschen wird hoffentlich die Oberhand behalten…

vom DIAMIR-Reisegast Rainer Dietrich

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