Tansania

Kilimanjaro via Umbwe-Route

Trekkingtour

Ihr Reisespezialist

Preis pro Person ab 1790 EUR
Dauer 8 Tage
Teilnehmer ab 2
Reiseleitung Englisch sprechende Reiseleitung
Merkmale
Schwierigkeit
Tourcode TANKI6

Selten genutzte, kürzeste und steilste Route; nicht unbedingt für größere Gruppen geeignet. Die ersten zwei Tage führen sprichwörtlich über „Stock und Stein“ auf einem schmalen Bergrücken im Bergregenwald steil bergauf bis zum Barranco Camp. Hier trifft die Route auf die Machame-Route. Erfordert absolute Schwindelfreiheit, sehr gute Kondition und ein sehr hohes Maß an Trittsicherheit und Trekkingerfahrung. Die Umbwe-Route ist landschaftlich sehr reizvoll, äußerst wenig begangen (2% der Bergtouristen am Kilimanjaro), aber mit Abstand das Schwierigste, was der Kilimanjaro zu bieten hat. Die ersten beiden Tage sind anstrengend und werden gut trainierten Bergsportlern empfohlen, die über Erfahrungen auf anspruchsvollen Bergrouten und eine hervorragende Trittsicherheit verfügen. Allen anderen seien Machame-, Marangu-, Lemosho- oder Rongai-Route empfohlen. Die Chance den Gipfel zu erreichen, steigt definitiv mit einem zusätzlichen Akklimatisierungstag im Barranco Camp oder im Karanga Camp. Die Übernachtungen erfolgen im Doppelzelt. Die Verständigung mit dem einheimischen Guide erfolgt auf Englisch. Wir werden uns gern bemühen, für Sie einen gemeinsamen Termin mit anderen Kunden zu finden, so dass die Besteigung in einer kleinen Gruppe absolviert werden kann.

Die wesentlichen Unterschiede zu anderen Routen:
– Übernachtungen im Zelt
– am wenigsten begangene Route
– landschaftlich sehr ursprünglich, besonders die Regenwaldzone
– anstrengendste Route am Kilimanjaro
– zwei verschiedene Wege für Auf- und Abstieg
– rutschige, sowie felsige Passagen; dadurch Trittsicherheit erforderlich

Höhepunkte

  • Umbwe - am seltensten begangene Route
  • Herausforderung für anspruchsvolle Trekker

Zeiträume

von bis Preis p.P. Bemerkungen
01.09.2019 28.02.2021 ab 1790 EUR Start täglich möglich, Preis bei 2-5 Personen Anfragen

Zusatzkosten

Zusätzl. Akklimatisationstag 230 EUR

Reiseverlauf

  • 1. Tag: Anreise

    Abholung am Kilimanjaro Airport und Transfer (ca. 1h) zum zweckmäßigen Bergsteigerhotel (mit Pool, Gepäckaufbewahrung, Internet) in Moshi (ca. 880 m). Übernachtung im Springlands Hotel.

  • 2. Tag: Umbwe Cave Camp 1×(F/M (LB)/A)

    Nach dem Einweisungsgespräch mit Ihrem Bergführer, startet Ihr Transfer nach Umbwe, zum Ausgangspunkt der Bergtour auf ca. 1700 m. Ab und zu kann man hier schwarz-weiße Colobusaffen in den Ästen der Bäume beobachten. Anfänglich wandern Sie auf einem fast ebenen Forstweg durch üppigen Bergregenwald, weiter steil bergauf über Stock und Stein. Nach etwa 3h ist eine kleine Lichtung auf ca. 2800 m erreicht, die gerade einmal fünf Zelten Platz bietet.Übernachtung im Umbwe Cave Camp. (Gehzeit ca. 5h, 1100 m↑).

  • 3. Tag: Barranco Camp 1×(F/M (LB)/A)

    Es geht steil bergauf über Wurzeln und Geröll. Auch heute ist es wichtig, langsam aufzusteigen, um nicht höhenkrank zu werden. Sie erreichen die Vegetationszone der Riesenheidekräuter. Die Südseite des Kilimanjaro-Massivs, mit seinen im Sonnenlicht glitzernden Gletschern liegt unmittelbar vor Ihnen. Am Barranco Camp (ca. 3950 m) trifft die Umbwe- auf die Machame-Route. Von hier scheinen die Gletscher und Schneefelder des Kibo zum Greifen nahe – 2000 m über Ihnen…Übernachtung im Zelt mit Blick auf Western Breach und südl. Eisfeld. (Gehzeit ca. 6h, 1150 m↑)

  • 4. Tag: Karanga Camp 1×(F/M (LB)/A)

    Nach steilem Auf- und Abstieg über die gewaltige Barranco-Wand erreichen Sie das Karanga-Camp auf ca. 4050 m. Hier werden die Zelte aufgeschlagen. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung und Sie können sich erholen oder eine kleine Akklimatisationstour machen.
    Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 3-4h, 250 m↑, 250 m↓).

  • 5. Tag: Barafu Camp 1×(F/M (LB)/A)

    Der letzte Abschnitt folgt einem Bergkamm hinauf bis zum Barafu Camp (ca. 4640 m). Von hier hat man einen herrlichen Blick auf den Mawenzi. Übernachtung im Barafu Camp. (Gehzeit ca. 7-8h, 880 m↑, 200 m↓).

  • 6. Tag: Uhuru Peak 1×(M/A)

    Der Gipfelsturm beginnt gegen Mitternacht. Mühsamer Aufstieg über Serpentinen bis zum Stella Point auf ca. 5739 m, den Sie zum Sonnenaufgang erreichen. Die Sonne gibt neue Kraft für die letzten Meter bis zum Gipfel, und ca. 1h später stehen Sie erschöpft und glücklich auf dem höchsten Punkt Afrikas (5895 m). Es ist geschafft! Rückweg zum Camp. Nach einer ausgiebigen Pause steigen Sie auf der Mweka-Route zum Camp auf ca. 3790 m ab. Übernachtung im Millennium Camp. (Gehzeit ca. 11-13h, 1250 m↑, 2120 m↓).

  • 7. Tag: Abstieg, Fahrt zum Hotel 1×(F/M (LB))

    Abstieg durch Heidezone und Regenwald zum Mweka Gate (ca. 1650 m), wo Sie Ihre Gipfelurkunde erhalten. Hier bedanken Sie sich bei der Trägercrew und übergeben das Trinkgeld. Fahrt nach Moshi. Übernachtung im Hotel. (Gehzeit ca. 5-6h, 2140 m↓).

  • 8. Tag: Abreise 1×F

    Fahrt zum Kilimanjaro Airport oder Anschlussprogramm.

Enthaltene Leistungen ab/an Kilimanjaro Airport

  • Englisch sprechende Reiseleitung
  • Bergführer, Koch und Trägermannschaft
  • Campingausrüstung (außer Schlafsack)
  • Bergrettungsgebühr
  • Alle Transfers und Fahrten lt. Programm
  • Alle Eintritte und Nationalparkgebühren laut Programm (Stand 1.8.19)
  • 5 Ü: Zelt
  • 2 Ü: Hotel im DZ
  • Mahlzeiten: 6×F, 1×M, 5×M (LB), 5×A

Nicht in den Leistungen enthalten

An-/Abreise; nicht genannte Mahlzeiten und Getränke; Visum (ca. 50 US$); ggf. Flughafengebühren im Reiseland; optionale Ausflüge; Trinkgelder; Persönliches

Höhepunkte

  • Umbwe - am seltensten begangene Route
  • Herausforderung für anspruchsvolle Trekker

Hinweise

Für die Besteigung benötigen Sie einen Schlafsack mit einem Komfortbereich von mindestens minus 15°C. Eine selbstaufblasende Isomatte sollte nach Möglichkeit ebenso im Gepäck sein. Zur persönlichen Ausstattung sollten Teleskop-/Trekkingstöcke gehören, die Ihre Kniegelenke bei Auf- und Abstieg schonen. Eine Stirnlampe ist unablässig für die Gipfelnacht. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Gepäck wasserdicht verpackt ist. Verschiedene Hersteller bieten beispielsweise wasserdichte Packsäcke an. Auch Ihr Tagesrucksack sollte über eine Regenschutzhülle verfügen. Ein Träger übernimmt bis zu max. 12 kg Ihres Gepäcks – Schlafsack, Wechselkleidung, und alles, was Sie während des Tagesabschnitts nicht benötigen. Die Träger gehen getrennt von Ihnen, Sie haben daher unterwegs keinen Zugriff auf das Hauptgepäck. Alles, was wichtig ist oder werden könnte, wie Regenbekleidung, Trinkwasserflaschen, Fotoausrüstung, einen warmen Pullover, das Picknickpaket für die Mittagspause etc., tragen Sie selbst im Tagesrucksack, der deswegen mind. 35 l fassen sollte. Der Tagesrucksack wiegt also ca. 5-7 kg.

Das Erreichen des Gipfels kann durch ungünstige klimatische Bedingungen (starker Wind, Nebel, Dauerregen, Schneefall) und andere widrige Umstände sowohl erheblich erschwert werden, als auch im Extremfall unmöglich sein. Der verantwortliche Reiseleiter/Bergführer ist in dem Fall berechtigt, die weitere Besteigung zum Schutz von Gesundheit und Leben aller Beteiligten abzubrechen. Etwaige Regressansprüche bestehen in solch einem Fall nicht.

Anforderungen

Trittsicherheit, Trekking- bzw. ausreichende Höhenerfahrung, sowie sehr gute Ausdauer und Kondition für die mehrstündige Wanderetappen, sind auf dieser Route unerlässlich. Höhenverträglichkeit bis auf 5900 m, Teamgeist und Bereitschaft zum Komfortverzicht sollten Sie für diese Tour mitbringen. Die Campingplätze verfügen nur über einfachste Sanitäranlagen, die nicht dem europäischen Standard entsprechen. Waschmöglichkeiten und Privatsphäre sind sehr stark eingeschränkt.
Auf der Umbwe-Route müssen an den ersten beiden Tagen jeweils über 1.000 Höhenmeter bewältigt werden. Der Pfad führt durch steiles, oft matschiges Gelände sowie über urzeitlich anmutende, meterhohe Baumwurzeln und rutschige Felsen. Der zweite Tag bis zum Barranco Camp (3.950 m) bringt noch steilere Regenwaldpfade und eine etwa 15 m hohe Felspassage mit sich, die fast senkrecht und ohne Ausrüstung geklettert werden muss. Nach dem Eintritt in die Heide- und Moorlandzone wird der Weg besser und es bieten sich belohnende, einzigartige Blicke auf den südlichen Kibo. Später verlangen die steilen Passagen am Lava Tower sowie die Great Barranco Wall dem Körper neben Trittsicherheit einige Leistungsfähigkeit ab. Bergsteigerische Fähigkeiten sind jedoch nicht erforderlich. Gehen Sie unbedingt ab dem 1. Tag langsam und belächeln Sie nicht das freundliche „Pole Pole“ (langsam, langsam) Ihres Führers – er kennt den Berg!

Mobilitätshinweis

Wir sind verpflichtet darauf hinzuweisen, dass dieser Reisebaustein im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet ist. Im Einzelfall sprechen Sie uns bitte an.